Hochschule Reutlingen
31.03.2025

Viele kreative Köpfe – eine große Familie

170 Absolventinnen und Absolventen der ESB Business School feiern ihren Abschluss

Die Absolventinnen und Absolventen der ESB werfen ihre Hüte

Kreativität, Teamgeist, Durchhaltevermögen und Mut zu Veränderung: Die Absolventinnen und Absolventen der ESB Business School sind bestens auf ihre Rolle als künftige Führungskräfte vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Familien sowie Ehrengästen feierten sie am vergangenen Samstag in der Reutlinger Stadthalle den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums – mit dem traditionellen Hutwurf. Ihre Verbindung zur Alma Mater endet damit aber nicht. Die große ESB-Familie begleitet sie durchs ganze Leben.

„Habt Mut und gebt Gas.“ Vor sieben Jahren saß Joshua Ruiz Sportmann dort, wo die Absolventinnen und Absolventen der ESB am Samstag saßen: auf den vorderen Plätzen der Reutlinger Stadthalle. Diesmal stand der heute 31-jährige Unternehmer auf der Bühne – als Festredner bei der Graduierungsfeier des Abschlusssemesters 2024/25. Sportmanns Karriere hatte gerade Fahrt aufgenommen, da kam vor zwei Jahren der Anruf von seinem Vater Josué Ruiz: „Häng deinen Job an den Nagel und steig mit mir bei Hochland Kaffee ein.“ Der Röstmeister und Geschäftsführer sollte die renommierte Stuttgarter Kaffeemanufaktur von der Enkelin des Gründers übernehmen – wollte aber seine Söhne im Boot haben. „Ich war unsicher, ob ich mir das zutraue“, gesteht Joshua Ruiz Sportmann. „Aber dann habe ich gedacht: Wenn sich eine Tür öffnet, muss man hindurchgehen.“ Diesen Mut und Unternehmergeist teile er mit vielen ESBlern.

Wie viele Tassen Kaffee die Studierenden im Lauf ihres Studiums zu sich nehmen, wisse er nicht, schloss ESB-Dekan Prof. Dr. Markus Conrads in seiner humorvollen Laudatio an. Das Studium an der ESB sei anspruchsvoll, aber auch das Partyleben komme nicht zu kurz: „Bald dürfen Sie wehmütig auf Ihre Studienzeit zurückblicken. Auch die kommenden Kapitel machen in Ihrem Leben Sinn und jedes Kapitel hat seinen ganz charakteristischen Reiz.“ Den Graduierten empfahl er, sich nicht davor zu scheuen, ihren ganz persönlichen Weg auch einmal zu hinterfragen.

Die ESB-Familie war Thema in vielen Redebeiträgen des Abends. Dr. Constantin Huesker, Schatzmeister des Alumni-Vereins der ESB, hat als ESB-Absolvent selbst von dem großen Netzwerk der Ehemaligen profitiert. „Egal was Du machst, das Netzwerk wird es vervielfachen.“ Sein Rat: „Never stop connecting – hört niemals auf, euch zu vernetzen.” Die Menschlichkeit solle immer gewahrt bleiben, fordert Huesker mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen etwa in der Künstlichen Intelligenz. „Algorithmen retten dich nicht, sondern Menschen.“

Zum Beispiel bei Gruppenprojekten, die mit Pizza und Improvisationstalent oft bis nach Mitternacht dauerten, wie Master-Absolvent Loris Zettel in seiner Rede verriet: „Wir haben gelernt, über den Tellerrand hinauszudenken. Manchmal hatten wir die Herausforderung, den Teller überhaupt zu finden.“ Für Bachelor-Absolventin Lara Luisa Schmitz ist die ESB dabei mehr als nur ein Ort. „Es sind die Menschen, die den Ort ausmachen.“

Für Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck spielt die Stadt Reutlingen ohnehin eine wichtige Rolle als Partner der ESB – und hoffentlich auch für viele der frisch Graduierten. Keck hob in seiner Rede die Möglichkeiten hervor, die Reutlingen jungen Gründerinnen und Gründern biete: „Die ESB ist ein Motor für Fortschritt. Seien auch Sie offen für Veränderung und übernehmen Sie gesellschaftliche Verantwortung.“

Die emotionale Zeremonie mit musikalischen Einlagen vor 550 Gästen gipfelte im traditionellen Hutwurf. Mit ihm ende die Zeit als Studierende, so Prof. Dr. Arjan Kozica, Vizepräsident der Hochschule Reutlingen. Es beginne die Zeit als Graduierte, als Gründerinnen und Gründer, Doktorandinnen und Doktoranden, CEOs. Eines ändere sich aber nicht: „Sie bleiben Teil eines Netzwerks, das Erfahrungen und Ideale teilt, und sie profitieren weiter davon“. An die frischgebackenen ESB-Alumni richtete Kozica die Bitte: „Unterstützen Sie auch diejenigen, die nach Ihnen kommen. Bleiben Sie untereinander und mit allen Alumni und Partnern verbunden.“